Zum ersten Mal im deutschen Fernsehen ist eine aufwändige zehnteilige Dokumentarreihe zur Geschichte der Deutschen für die beste Sendezeit entstanden. Sie spannt den historischen Bogen von den Anfängen unter Otto dem Großen im zehnten Jahrhundert bis zur Ausrufung der ersten deutschen Republik durch Philipp Scheidemann im November 1918. Es geht um ein Jahrtausend wechselvoller Vergangenheit, um die Entstehungsgeschichte einer "föderativen Nation", um Einheit und Vielfalt.

"Was ist Deutschland?", "Wer sind die Deutschen?", "Wohin führt ihr Weg?" - diese Fragen haben sich im Laufe der Epochen immer wieder gestellt, auch im europäischen Ausland. Nie konnte es den Nachbarn gleichgültig sein, wie es um die Machtverhältnisse im Zentrum des Kontinents bestellt war. Erst im Jahr 1990 wurde die deutsche Einheit in Freiheit und Frieden verwirklicht.
Entscheidende Wendepunkte werden - eingebettet in dokumentarische Sequenzen - szenisch rekonstruiert. Hochkarätige 3D-Grafiken und Computeranimationen, eindrucksvolle Aufnahmen von historischen Schauplätzen, geschichtlich bedeutungsvollen Bauten und typischen Landschaften fließen in die Filme ein. In den Titeln der zehn Folgen sind bekannte historische Namen aufgeführt. Doch geht es nicht um die Darstellung biografischer Porträts, sondern um einen personalisierten Zugang, der Einblicke in die verschiedenen Epochen und die jeweilige Lebenswelt der Deutschen gewähren soll.
Die Reihe lief vom 26.10. bis zum 25.11.2008













Federführend für Konzept und Gestaltung sind die ZDF-Programmredaktionen Kultur (Leitung Peter Arens) und Zeitgeschichte (Leitung Guido Knopp). Für das Projekt "Die Deutschen" wurden renommierte Fachberater gewonnen (u. a. die Historiker Stefan Weinfurter , Heinz Schilling und Hagen Schulze ); sie und andere Experten nehmen in den Filmen zu den zentralen Themen Stellung.
"ZDF-History" hat für die Reihe zudem einen großen Test in Auftrag gegeben: Was wissen die Deutschen heute noch von den historischen Wendepunkten vergangener Jahrhunderte - von Kaisern, Fürsten, Reformern und Revolutionären? Eine repräsentative Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen hat das Wissen der Bundesbürger zu zentralen Fragen der deutschen Geschichte abgefragt. Parallel zu den zehn Folgen in der Primetime spannt "History" in einer mehrteiligen Dokumentation den Bogen von der Weimarer Republik bis in die Gegenwart. Fünf Folgen "Die Deutschen im 20. Jahrhundert" führen vor Augen, welche Traditionslinien in das geeinte Deutschland heute führen.
Ein umfassendes Online-Angebot ergänzt und vertieft die Inhalte aller Sendungen - mit ausführlichen Historiker-Interviews, Karten, Grafiken, Fakten. In Zusammenarbeit mit dem Verband der Geschichtslehrer Deutschlands (VGD) wird didaktisch aufbereitetes Unterrichtsmaterial entwickelt, das sich am Inhalt der zehn Folgen orientiert.
Zudem laden das ZDF und der VGD Geschichtslehrer und ihre Schüler zu einem Wettbewerb ein, zu einer Suche nach den unbekannten "Erinnerungsorten" aus einem Jahrtausend deutscher Geschichte - in der jeweiligen regionalen Umgebung. Die originellsten "Entdeckungen" werden in ZDF-online und Magazinsendungen vorgestellt. Nähere Informationen und Teilnahmebedingungen ebenfalls unter www.diedeutschen.zdf.de.